Bei einer nächtlichen Jagd das Ziel verfehlt? In drei Schritten kalibrieren Sie Ihre Flugbahn und machen Ihre Wärmebildaufnahmen wirklich zielgenau

Der Schlüssel zur Verbesserung Ihrer Wärmebildtechnik von „Wärmebildtechnik“ zu „Schützenpräzision“ liegt darinballistische Berechnung. Dabei geht es nicht nur um die Eingabe von Parametern, sondern um einen sorgfältigen Kalibrierungsprozess, der die Gesetze der Physik digitalisiert.


Schritt 1: Fadenkreuznullung – Festlegung einer absoluten Basislinie

Jedes Präzisionsschießen beginnt mit dem Nullstellen. Sie benötigen eine stabile Schießplattform und sollten aus einer Entfernung von 30–50 Metern auf das Bullseye zielen. Wenn der Auftreffpunkt von der Mitte des Fadenkreuzes abweicht, stellen Sie die Knöpfe des Geräts so ein, dass das Fadenkreuz den Auftreffpunkt des Geschosses „verfolgt“. Dieser Vorgang muss möglicherweise drei bis fünf Mal wiederholt werden, bis die beiden im eingestellten Abstand perfekt ausgerichtet sind. Ein erfahrener Jäger teilte in einem Interview mit: „Nullstellen ist der Ausgangspunkt für Vertrauen. Ohne diesen Schritt sind alle nachfolgenden Berechnungen nur Luftschlösser.“

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Schritt 2: Eingabeparameter – Lassen Sie das Gerät den Flug „verstehen“.  

Nach der Nullung verfügt das Gerät über die physikalische Basislinie für die Berechnung. Als nächstes müssen Sie die Kerndaten eingeben, die den Flug des Geschosses bestimmen:  

1. Mündungsgeschwindigkeit: Die Geschwindigkeit des Geschosses in dem Moment, in dem es den Lauf verlässt, gemessen mit einem Chronographen. Die Mündungsgeschwindigkeit des gleichen Geschosstyps kann bei verschiedenen Abschussvorrichtungen um bis zu 5 % variieren, was sich direkt auf die parabolische Flugbahn auswirkt.  

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2. Ballistischer Koeffizient (BC): Ein Maß für die Fähigkeit des Geschosses, den Luftwiderstand zu überwinden. Ein höherer BC bedeutet einen langsameren Geschwindigkeitsabfall und eine flachere Flugbahn. Ballistischen Daten zufolge kann eine Erhöhung des BC um 0,1 den Geschossabfall auf eine Entfernung von 300 Metern um etwa 15 % verringern.  

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3. Umgebungsdaten: Dazu gehören Temperatur, Höhe und Basishöhe (der vertikale Abstand zwischen der optischen Achse des Geräts und der Laufachse). Niedrige Temperaturen oder große Höhen erhöhen die Luftdichte und führen zu einem stärkeren Geschossabfall, der bei der Berechnung berücksichtigt werden muss.


Schritt 3: Überprüfung und Feinabstimmung – Konsolidierung Ihres benutzerdefinierten ballistischen Profils 

Führen Sie nach Eingabe der Parameter Live-Verifizierungsaufnahmen aus mehreren Entfernungen durch. Verwenden Sie beispielsweise bei 100 Metern oder mehr die vom Gerät anhand der neuen Parameter berechneten Zielpunkte und beobachten Sie, ob die tatsächlichen Auftreffpunkte den Erwartungen entsprechen. Bei Abweichungen sind geringfügige Anpassungen des BC oder der Mündungsgeschwindigkeit vorzunehmen. Speichern Sie nach der Bestätigung dieses benutzerdefinierte ballistische Profil. Von da an kombiniert das Gerät im Feld die Echtzeit-Entfernung, um automatisch präzise Zielpunkte bereitzustellen, die für eine komplexe physikalische Kompensation angepasst sind.

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